Schlagergottesdienst zum Jubiläum der Stadtkirche Stadtallendorf - "Mit 66 Jahren"...

Schlagergottesdienst zum Jubiläum der Stadtkirche Stadtallendorf - "Mit 66 Jahren"...

Schlagergottesdienst zum Jubiläum der Stadtkirche Stadtallendorf - "Mit 66 Jahren"...

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Schlagergottesdienst zum Jubiläum der Stadtkirche Stadtallendorf - "Mit 66 Jahren"...

Seit 66 Jahren gibt es in Stadtallendorf die evangelische Stadtkirche. Dieses Jubiläum begeht die Herrenwaldgemeinde mit einem ganz besonderen Gottesdienst – einem Schlagergottesdienst. Und natürlich lautet das Motto „Mit 66 Jahren“. Alle sind eingeladen, mitzufeiern und mitzusingen.  

Noch vor hundert Jahren sah es nicht gerade nach einer Erfolgsgeschichte für die evangelische Kirche in Stadtallendorf aus: Der Ort wurde in Abgrenzung zu anderen Orten gleichen Namens „katholisch Allendorf“ genannt und es gab gerade mal zwei oder drei evangelische Familien, erzählen Marianne und Herbert Köller. Die Kirchenälteste Marianne Köller gehörte zum ersten Jahrgang, der 1961 in der neuen Stadtkirche konfirmiert wurde und sie erinnert sich noch, wie sie vor der Kirche saßen und fotografiert wurden, erzählt die 79-Jährige.

Dass eine evangelische Kirche gebraucht wurde ist ironischerweise dem ersten Weltkrieg geschuldet. Mit dem Aufbau der Sprengstoff-Werke zogen viele Familien evangelischen Glaubens nach Stadtallendorf und eine Gemeinde entstand. Die wurde zunächst noch vom Pfarrer in Speckswinkel betreut, nach dem zweiten Weltkrieg vom Pfarramt Kirchhain. Gottesdienste musste die Gemeinde in der katholischen Kirche St. Katharina feiern, bis 1952 die „Barthning’sche Notkirche“ fertig war.

1959 fand dann die Grundsteinlegung für die Stadtkirche statt und fünf Jahre später wurde mit der Herrenwaldkirche sogar noch ein weiteres Gotteshaus errichtet. Die Herrenwaldkirche wurde 2013 entwidmet und zu einem Familienzentrum, heute steht sie leer, weil eine Sanierung zu teuer wäre. Die Stadtkirche wird weiterhin genutzt und macht ihrem Namen alle Ehre. Entworfen hatte sie der Stadtallendorfer Architekt Wolfgang Benthin und gebaut wurde sie von Stadtallendorfer Firmen, erläutert Herbert Köller.

Eine bauliche Besonderheit: Weil die inhaltliche Ausrichtung auf das Wort hin gedacht war, sind an den Wänden keine Malereien zu finden. Und die Glocke ist die aus der ehemaligen Notkirche. Pfarrerin Evelyn Koch, die den Jubiläumsgottesdienst am Sonntag gestalten wird, sagt, sie fühle sich sehr wohl dort. „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht“ – dieser Vers aus dem Psalm 36 wird eine Rolle spielen und das passt in mehrfacher Hinsicht: „Ich mag das Licht in der Kirche, ich mag die Akustik und ich mag die Atmosphäre“, so Koch.

Was die Akustik angeht, sei das Gotteshaus nicht umsonst auch für Konzerte beliebt. Am schönsten findet sie es dort aber in der Advents- und Weihnachtszeit, erklärt die Pfarrerin. Wenn der große Kirchenraum mit sechs großen Weihnachtsbäumen geschmückt ist – liebevoll „unser Herrenwald“ genannt. Dass der Gottesdienst ein Schlagergottesdienst wird, ist dem berühmtem Lied „Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens geschuldet. Es wird aber auch noch andere Schlager von Reinhard Mey bis Boney M. zu hören geben. Der Männergesangsverein 1891 Stadtallendorf wirkt mit, ebenso wie Christoph Hohl an der Orgel und am Flügel.

Der Gottesdienst findet im Rahmen und zum Abschluss der Kunst- und Kulturtage Stadtallendorf statt. Außerdem gibt es noch ein besonderes Highlight: Der kleine Theo wird nämlich an diesem besonderen Tag getauft. Los geht es am Sonntag, den 14. Juni um 10:30 Uhr.

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