20/02/2026 0 Kommentare
Kirchenkreisamt Kirchhain-Marburg unter neuer Leitung: Alexandra Best folgt auf Gerhard Rödiger
Kirchenkreisamt Kirchhain-Marburg unter neuer Leitung: Alexandra Best folgt auf Gerhard Rödiger
# Neuigkeiten

Kirchenkreisamt Kirchhain-Marburg unter neuer Leitung: Alexandra Best folgt auf Gerhard Rödiger
Seit dem ersten Februar hat das Kirchenkreisamt der beiden Kirchenkreise Marburg und Kirchhain eine neue Leitung: Alexandra Best wird künftig die Verwaltung führen. Der bisherige Amtsleiter Gerhard Rödiger übernimmt die Leitung eines Pilotprojekts der EKKW im Bereich Liegenschaften. Sein Ausscheiden und die Amtseinführung seiner bisherigen Stellvertreterin wurden in der vergangenen Woche mit einem Gottesdienst in der Lutherischen Pfarrkirche offiziell.
„Das Kirchenkreisamt ist nun in den „Best-möglichen“ Händen.“ Dieses Wortspiel wurde während des Gottesdienstes und in den Grußworten gleich mehrfach gebraucht. Alexandra Best nahm es mit einem Schmunzeln. Die 47-Jährige hatte das Amt bereits ein knappes Jahr als Vertretung inne und ist nun seit dem 1. Februar 2026 die Leiterin. Die Kirchenoberamtsrätin, so ihr offizieller Titel, war in der hessischen Finanzverwaltung tätig, bevor sie zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wechselte. Anfang 2016 erfolgte ihre Abordnung zum Zweckverband Kirchenkreisamt Kirchhain und Marburg.
„Die größte Fachkompetenz haben meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Alexandra Best. Und versteht sich in ihrer Leitungsfunktion als die Person, „die dafür sorgt, dass alle anderen gut arbeiten können“, wie sie selbst es formuliert. „Irgendwie ist es auch eine pädagogische Tätigkeit“, sagt sie augenzwinkernd. Das Kirchenkreisamt sei für alles zuständig, was mit der Verwaltung und mit Rechtsfragen rund um die evangelischen Kirchenkreise zu tun hat: „von Arbeitsverträgen über die Buchung von Geldern bis hin zum Duplo, das für eine Veranstaltung gekauft wird“, so Best.
Egal ob es die Finanzmittel der Kirche sind oder der Gebäudestrategieprozess – „wir müssen jetzt neue Dinge denken und neue Dinge ausprobieren“, sagt die Diplomfinanzwirtin. In ihrer Herangehensweise und ihrem Führungsstil unterscheidet sie sich von ihrem Amtsvorgänger, der die Geschicke des Kirchenkreisamts seit 2007 geleitet hat. Diese Position abzugeben, sei ihm nicht leicht gefallen, weil er den Job sehr gern gemacht habe, sagt Gerhard Rödiger. Dass er sich dazu entschieden hat, ist einem Einschnitt in seinem Privatleben geschuldet: Seine Frau ist zunächst schwer erkrankt und dann verstorben. Danach habe er sich entschieden, an einer neuen Stelle wieder einsteigen zu wollen.
Dort möchte er seine Kompetenzen noch einmal anders einbringen. Sein Herz hänge an den Menschen und an den Vorgängen im Amt. Aber: „Ich habe mich verändert und das Amt hat sich verändert“, erklärt der 60-Jährige. Seine neue Aufgabe ist die Leitung der „Serviceeinheit Liegenschaften Nord“ innerhalb der Landeskirche. In diesem Pilotprojekt sollen im Zuge der Neustrukturierung der Kirchenverwaltung Fachaufgaben im Bereich der Liegenschaften gebündelt und neue Modelle entwickelt und erprobt werden, bevor man diese dann in der Fläche umsetzt.
Während seiner Zeit im Kirchenkreisamt hat er viele Umstrukturierungen und Neuerungen erlebt und begleitet, inklusive der Neuaufteilung der Kirchenkreise. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sei der Bereich der Kindertagesstätten gewesen, erzählt Gerhard Rödiger. „Ich bin dankbar, dass ich das Amt gut aufgestellt übergeben kann – personell, räumlich und finanziell.“ Mit Blick auf seine neue Aufgabe und das Thema Liegenschaften wünscht er sich, dass in der Kirche neue Perspektiven entwickelt werden. Er habe im Frühjahr einen Ort besucht, wo am Ende des zweiten Weltkriegs die Kirche völlig zerstört worden sei. Nur noch die Außenmauern sind heute übrig – und dennoch finde ein aktives Gemeindeleben dort statt. „Zu sehen: Es geht auch anders – das ist mir sehr eindrücklich in Erinnerung geblieben“, sagt Gerhard Rödiger.
Eindrücklich war auch der Gottesdienst anlässlich seines Abschieds und der Amtseinführung von Alexandra Best. Die beiden Dekane der Kirchenkreise Marburg und Kirchhain, Dr. Burkhard von Dörnberg und Jens Heller, nahmen Bezug auf das Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Unter den gut 100 Besucherinnen und Besuchern waren viele Mitarbeitende des Kirchenkreisamt und Pfarrerinnen und Pfarrer ebenso wie Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Jugendamtsleiterin Stefanie Lambrecht. Grußworte sprachen unter anderem Nadine Bernshausen als Bürgermeisterin und als Präses der Kreissynode Marburg, der ehemalige Dekan des Kirchenkreises Kirchhain Hermann Köhler und die Vizepräsidentin der EKKW Dr. Katharina Apel.
Kommentare